Die Schafgarbe ist eine der vielseitigsten Heilpflanzen unserer Breitengrade. «Mit ihrer weiblichen Signatur – weisse oder rosa Blüten, filigrane Blätter und zäher Stängel – verbindet sie zwei wichtige Eigenschaften: Zartheit und Durchhaltevermögen», beschreibt Dr. Maja Oberholzer-von Tolnai, Hausärztin mit Spezialisierung auf Phytotherapie (Pflanzenheilkunde), die charakteristische Dualität der Pflanze.
Diese Vielseitigkeit spiegelt sich in den Anwendungsgebieten der Schafgarbe wider: Das Spektrum reicht von der Frauenheilkunde über die Wundheilung bis hin zur Verdauungsförderung. Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind ätherische Öle, Bitter- und Gerbstoffe sowie Flavonoide, die für die entzündungshemmende, krampflösende und blutstillende Wirkung verantwortlich sind.
Die Wissenschaft bestätigt die traditionelle Medizin
Der Studienkreis «Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde» der Universität Würzburg kürt alljährlich eine «Arzneipflanze des Jahres». Die Auszeichnung der Schafgarbe 2025 würdigt nicht nur die traditionelle Bedeutung, sondern auch ihre Renaissance in der modernen Phytotherapie.
«Interessanterweise treffen sich Wissenschaft und traditionelle Medizin in den letzten zwei Jahrzehnten immer mehr», betont Dorin Ritzmann. Aktuelle Studien belegen entzündungs- und tumorhemmende Eigenschaften, aber auch neuroprotektive (Schutz der Nervenzellen vor Defekten) und antifibrotische (Schutz vor Gewebeveränderungen).






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